Schulterchirurgie

Die Schulter ist unser kompliziertestes Gelenk. Aufgrund des Mißverhältnisses zwischen Gelenkkugel und Pfanne ermöglicht es einen einzigartigen Bewegungsumfang, ist dafür aber anfällig für Verletzungen und Verschleiss. Für die Aufrechterhaltung physiologischer Bewegungsabläufe bedarf es eines ausgeklügelten Zusammenspiels von gelenkzentrierenden und stabilisierenden Weichteilstrukturen wie den Bändern, der Kapsel, der Gelenklippe und der Rotatorenmanschette. Wichtige Beiträge leisten zudem die muskuläre Führung des Schulterblatts und die aufrichtende Rumpfmuskulatur.

 

Um die zugrunde liegenden Ursachen bei einer schmerzhaft gestörten Schulterfunktion erfassen und die richtige Behandlung einleiten zu können, bedarf es auf ärztlicher Seite eines hohen Spezialisierungsgrades und einer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Schulterchirurgie. Neben einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung gehört die Ultraschalluntersuchung ebenso wie das einfache Röntgenbild zur standardisierten Abklärung von Schulterbeschwerden. Mit dem Patienten ist außerdem der funktionelle Anspruch und bei sportlich aktiv Patienten mit Instabilität der Schulter das individuelle Risikoprofil zu eruieren.

 

Erweitert wird die Diagnostik meist um eine MRT Untersuchung. Sofern keine höhergradigen strukturellen Schäden nachgewiesen werden können, wird in aller Regel zunächst konservativ behandelt. Dies betrifft sowohl jüngere Menschen mit einer anlagebedingten Instabilitätsproblematik als auch ältere Menschen mit dem sog. Impingementsyndrom. Auch Erkrankungen wie die Kalkschulter, die Schulterarthrose, kleinere Läsionen der Rotatorenmanschette und die Frozen Shoulder können zunächst konservativ behandelt werden. Konservative Maßnahmen reichen von der Infiltration und der Stoßwellenbehandlung über die Physiotherapie bis zum individuell mit Ihnen abgestimmten Eigenübungsprogramm unter Einsatz von Reizstromgeräten und automatisierten Bewegungsschienen.

 

Ist eine operative Behandlung erforderlich, bieten wir folgende Operationsverfahren an:

  • Arthroskopische Dekompression bei Impingementsyndrom
  • Arthroskopische Kalkentfernung bei Kalkschulter
  • Arthroskopische Refixation bei Rotatorenmanschettenschaden
  • Arthroskopische Verfahren zum Ersatz nicht-rekonstruierbarer Rotatorenmanschettenschäden
  • Arthroskopische Stabilisierung bei Schultereckgelenksprengung
  • Arthroskopische Stabilisierung bei Schulterluxation
  • Arthroskopische Versorgung von Bizepssehnenschäden
  • Arthroskopische Behandlung der sog. Werferschulter
  • Arthroskopische Knorpeltherapie, Entfernung des AC Gelenkes bei Arthrose
  • Offene Stabilisierung v.a. bei knöchernen Pfannendefekten
  • Frakturversorgung am gesamten Schultergürtel
  • Gelenkersatz bei Arthrose, Rheuma, Fraktur, Folgezustand nach Fraktur und nicht-rekonstruierbarem Schaden der Rotatorenmanschette inkl. Wechseleingriff ggf. mit Spezialprothesen (schaftfreie Prothese, inverse Prothese etc.)