Fußchirurgie

Durch die lebenslange hohe Belastung im Alltag zählen statische Probleme am Fuß zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Risikofaktoren für das Auftreten einer schmerzhaften Problematik des Fusses sind neben dem weiblichen Geschlecht und dem Tragen hochhackig bzw. modisch-spitzförmig zulaufenden Schuhwerks eine Schwäche des Bindegewebes, eine erbliche Vorbelastung und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

 

Die konservative Behandlung steht zunächst im Vordergrund, bei der die Ursachen der Störung genau analysiert werden müssen. Grundlage der konservativen Therapie ist meist die adäquate Einlagenversorgung zur Korrektur einer Fußgewölbeschwäche. Dabei legen wir Wert auf einen hohen Standard in der orthopädischen Schuhtechnik.

 

Neben der Einlagenversorgung kommen bei der konservativen Therapie Maßnahmen wie Nachtlagerungsschienen oder Orthesen sowie die gezielte Kräftigung des Fußgewölbe durch Physiothetrapie und Barfußaktivitäten zum Einsatz. Sollten konservative Maßnahmen einmal nicht  zum gewünschten Erfolg führen, halten wir eine Vielzahl operativer Verfahren vor, die wir nach dem Standard der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (D.A.F.) durchführen.

 

Besonders häufig führen wir Korrektureingriffe bei Hallux valgus Deformität (z.B. Operation nach Chevron, Scarf-Operation, proximale oder basisnahe Umstellung etc.) sowie bei Deformitäten der Zehen (Krallenzeh, Hammerzeh) durch (z.B. Hohmann-Operation). Bei Hallux rigidus oder Arthrose im Fußwurzelbereich bieten wir eine Versteifungsoperation an (Arthrodese), beim älteren Menschen ggf. auch einen Gelenkersatz des oberen Sprunggelenkes. Standardmäßig führen wir ferner eine Gelenkspiegelung des oberen Sprunggelenkes, die Entfernung bei Morton-Neurinom und die Resektion bei Haglund-Exostose durch.